social media:


Soziale Medien haben sich im Alltag der konsumrelevanten Zielgruppen durchgesetzt. Aus Unternehmenssicht gilt es, sich mit den spezifischen Vor- und Nachteilen des Social Media Marketing im Allgemeinen und des Social Webs im Besonderen auseinanderzusetzen. Insbesondere die alleinige, bisher vorherrschende Informationshoheit von Unternehmensseite ist gebrochen. Vor diesem Hintergrund sind Unternehmen mehr denn je verpflichtet, ethische Grundsätze des Marketing und Spielregeln der Social-MediaPlattformen einzuhalten. Anhand anschaulicher Beispiele wird schnell deutlich, dass nicht alles, was realisiert werden kann, auch zielführend und nachhaltig ist. Für ein systematisches Social Media Marketing werden Unternehmen zunächst grundlegende Fragestellungen für sich zu beantworten haben. Ein vorschnelles Vorgehen konterkariert nachhaltige Erfolge und kann sich im Einzelfall dramatisch negativ auswirken. Nach der Grundsatzentscheidung, ein systematisches Social Media Marketing aufzunehmen, ist ein mehrstufiger Prozess zu durchlaufen. Ausgehend von den Social-Media-MarketingZielen ist eine differenzierte Situationsanalyse durchzuführen und daraus abgeleitet die Social-Media-Marketing-Strategie festzulegen, gefolgt von der operativen Durchführung und dem Controlling.


Durch das Internet sind Unternehmen zunehmend vor die Herausforderung gestellt, diese Kanäle auch aktiv für die eigene Unternehmenskommunikation zu nutzen. SocialMedia-Portale erhalten einen immer höheren Stellenwert im täglichen Leben der Internetnutzer. Insbesondere der internationale Erfolg von Portalen wie Facebook, LinkedIn, aber auch die auf Deutschland bezogene nationale Verbreitung von Portalen wie XING (elf Millionen User) sowie das Nutzen sozialer Medien durch Politikgrößen, Medienanstalten und Großunternehmen brachten Akzeptanz in die aktuelle Geschäftswelt. Zusätzlich entwickelten sich viele neue Kommunikationswege wie beispielsweise Blogs, Produktbewertungsportale und Foren. Auf der einen Seite „überhäufen“ Bewertungen, Kommentare sowie private Testberichte den User inzwischen mit einer Vielzahl von Informationen zu jedem erdenklichen Produkt oder jeder möglichen Dienstleistung. Auf der anderen Seite bieten sich dem User nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten, selbst als Autor sogenannten „User Generated Content“ zu erstellen und zu veröffentlichen. Das entscheidende Argument gegen die Relevanz von Social Media für Unternehmen war ursprünglich, dass deren Kunden nicht auf sozialen Plattformen verkehren. Dieser Zustand hat sich geändert. Facebook hat bereits über 900 Millionen User. Das entspricht knapp einem Drittel aller Internetuser.